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Nächster Infoabend: 21.03.24 um 18:30 Uhr.

Social Freezing und Fertilitätserhalt für eine Familienplanung nach Ihrem Plan

Social Freezing bietet die Möglichkeit, Eizellen oder Samenzellen einzufrieren, um den Kinderwunsch aufzuschieben oder zusätzliche Sicherheit zu gewinnen. Beim Fertilitätserhalt, insbesondere bei Krebspatientinnen, ermöglicht das Einfrieren vor medizinischen Behandlungen die spätere Familienplanung.

Fruchtbarkeit bewahren, Optionen erweitern

Social Freezing ist die Antwort auf die Frage, wie Sie die Chance, Ihren Kinderwunsch umzusetzen, bewahren können, wenn der richtige Zeitpunkt noch nicht gekommen ist. Dieser medizinische Eingriff erlaubt es Frauen, ihre Eizellen (oder Männern die Samenzellen) in flüssigem Stickstoff einzufrieren, um sie später für eine künstliche Befruchtung zu nutzen. Egal, ob Sie Ihren Kinderwunsch aktuell nicht erfüllen möchten oder Sie sich einfach mehr Sicherheit wünschen, Social Freezing bietet größere Chancen auf eine Schwangerschaft.

Die Entscheidung für Social Freezing sollte bereits ab dem 27. Lebensjahr (spätestens ab dem 35. Lebensjahr) individuell geprüft werden. Eine allgemeingültige Altersgrenze existiert nicht, denn Ihre Fruchtbarkeit verdient eine maßgeschneiderte Lösung.

Für Krebspatientinnen ist der Fertilitätserhalt besonders wichtig. Die Behandlungen wie Chemotherapie oder Bestrahlung können die spätere Entwicklung von Eizellen und Samenzellen beeinträchtigen. Das Einfrieren von Spermien, Eizellen oder Embryonen vor der Behandlung ermöglicht eine spätere Familienplanung.

Eine vielversprechende Methode der Eizellgewinnung und -konservierung

Erfahren Sie mehr über die minimalen Risiken, Kosten und Lagerungsdauer. Wir stehen an Ihrer Seite, um Ihre Fruchtbarkeit zu bewahren und Hoffnung für eine spätere Erfüllung Ihrer Familie zu geben. Zögern Sie nicht, mit einem unserer Fachärzt:innen über diese Optionen zu sprechen. Wir sind für Sie da.

Was ist der Unterschied zwischen Social Freezing und Fertilitätserhalt?

Social Freezing und Fertilitätserhalt sind zwei Begriffe, die im Zusammenhang mit der Bewahrung der Fruchtbarkeit stehen, jedoch unterschiedliche Schwerpunkte haben:

Social Freezing
Auch als „soziales Einfrieren von Eizellen“ bezeichnet, ist dies eine Methode, bei der Frauen ihre Eizellen oder Männer ihre Samenzellen einfrieren lassen, um die Möglichkeit zu haben, später Kinder zu bekommen, insbesondere aus „nicht-medizinischen Gründen“ wie beruflichen oder persönlichen Überlegungen.

Dieser Ansatz konzentriert sich darauf, die Fruchtbarkeit aus „sozialen und persönlichen Gründen“ zu bewahren und stellt keine medizinische Notwendigkeit dar. Frauen können ihre Eizellen oder Männer ihre Samenzellen einfrieren lassen, wenn sie noch nicht bereit sind, Kinder zu bekommen, aber die Option für die Zukunft offenhalten möchten.

Fertilitätserhalt
Der Begriff Fertilitätserhalt bezieht sich auf die „Bewahrung der Fruchtbarkeit aus medizinischen Gründen“, wie etwa bei Krebspatientinnen, die eine aggressive medizinische Behandlung erhalten, die die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnte.

Hier steht der medizinische Aspekt im Vordergrund, um die „möglichen negativen Auswirkungen von Krankheiten und Behandlungen auf die Fruchtbarkeit“ zu minimieren. Dies kann das Einfrieren von Eizellen, Spermien oder Embryonen umfassen.

In Zusammenfassung: Social Freezing ist eine Option, die Fruchtbarkeit aus persönlichen und sozialen Gründen zu erhalten, während der Fertilitätserhalt auf medizinischer Notwendigkeit basiert und dazu dient, die Fruchtbarkeit vor den Auswirkungen von Krankheiten und Behandlungen zu schützen.

Die Sprechstunde

In unserer speziellen Sprechstunde werden wir Sie umfassend zum Thema „Humangenetik“ beraten. Am Beratungsgespräch sollten beide Partner teilnehmen, wenn es um eine Familienplanung geht. Im ersten Schritt wird die Fragestellung erörtert und die persönliche medizinische Vorgeschichte analysiert. Im zweiten Schritt wird ein Familienstammbaum erhoben, der dazu dient, genetisch bedingte Erkrankungen innerhalb der Familie des Patienten und/ oder in der Familie des Partners aufzuspüren. Vorliegende ärztliche Befunde werden je nach medizinisch-genetischen Bedeutung hinzugezogen.

Wie funktioniert die Eizellgewinnung und -konservierung?

Die Eizellgewinnung und -konservierung, auch als ovarielle Stimulation und Eizell-Vitrifikation bekannt, ist eine vielversprechende Methode. Sie ermöglicht es Frauen, Eizellen zu gewinnen, einzufrieren und später zu verwenden. Die Anzahl der einzufrierenden Eizellen hängt von individuellen Faktoren ab und sollte zwischen 10 und 30 liegen, um eine hohe Erfolgsaussicht zu gewährleisten. Gleiches gilt für den Mann und seinen Samenzellen, obwohl die altersbedingte Minderung der Fruchtbarkeit wesentlich geringer ist als bei der Frau und ihren Eizellen.

Risiken und Komplikationen

Die Risiken bei der Eizellgewinnung sind minimal. Sie werden im Detail in einem Gespräch mit einem Facharzt für Reproduktionsmedizin erläutert. Ihre individuelle Situation wird bewertet, um den besten Ansatz zur Fertilitätserhaltung zu finden.

Kosten und Lagerung

Die Ausgaben für einen einzelnen Behandlungszyklus belaufen sich auf etwa 2.500 bis 5.000 Euro. Diese Summe beinhaltet sämtliche erforderlichen diagnostischen Untersuchungen, die eigentliche Stimulationstherapie, die Eizellentnahme sowie die zu erwartenden Ausgaben für Anästhesie und Medikamente. In Abhängigkeit der Zahl gewonnener Eizellen ist die Wiederholung einer Behandlung in Erwägung zu ziehen. Zu berücksichtigen sind außerdem jährliche Kosten für die Eizellen-Lagerung. Es ist wichtig zu beachten, dass die gesamten Kosten für das Verfahren des „Social Freezing“ von der Patientin selbst getragen werden müssen. Einige Arbeitgeber bieten mittlerweile finanzielle Unterstützung an. Es ist ebenfalls von Bedeutung zu verstehen, dass je fortgeschrittener das Alter der Frau ist, desto mehr Behandlungszyklen in der Regel erforderlich sind, um eine ausreichende Menge an Eizellen für die spätere Verwendung zu gewinnen.

Lagerungsdauer und Erfolgschancen

Eizellen bleiben in Stickstoff nahezu unbegrenzt haltbar. Untersuchungen zeigen, dass Lagerungszeiten von bis zu 30 Jahren keine Qualitätseinbußen verursachen.

Überlebensrate beim Auftauen

Beim Einfrieren und Auftauen überleben über 70-90% der reifen Eizellen. Die klinischen Schwangerschaftsraten liegen üblicherweise bei über 25 % pro Behandlungszyklus, in dem ein Embryo in die Gebärmutter transferiert wird.

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